Montag, 6. August 2012

"Before I fall" von Lauren Oliver

"They say that just before you die your whole life flashes before your eyes, but that's not how it happened for me. To be honest, I'd always thought the whole final-moment, mental life-scan thing sounded pretty awful. Some things are better left buried and forgotten, as my mom would say."


"Before I fall" von Lauren Oliver

Verlag: Hodder & Stoughton (2010)
Format: TB, 344 Seiten + Leseprobe zu "Delirium"
ISBN: 978 0 340 98090 3
Deutscher Titel: "Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie" (Carlsen)

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Klappentext


They say to live every day as if it's your last - but you never actually think it's going to be. You always think you'll have more time. That's what I thought. But I was wrong. The thing is, you don't get to know when it happens. You don't remember to tell your family that you love them or - in my case - remember to say goodbye to them at all. What if, like me, you could live your last day over again? Yould you make it perfect? If your whole life flashed before your exes, would you have any regrets? Are there things you'd want to change?


Meine Meinung


Vorweg: das Buch war eine gute Wahl um wieder in englischsprachige Bücher einzusteigen. Ich habe seit über 3 Jahren nichts mehr auf englisch gelesen und war ehrlich gesagt schon ein wenig besorgt. "Before I fall" hat mir die Sorgen aber genommen. Es ist gut zu lesen und selbst wenn man das eine oder andere Wort nicht versteht, kann man sich den Sinn im Kontext erschließen. 

Die Story hat mich sofort angesprochen: Die 17-jährige Protagonistin Sam ist ein normaler Teenie. Sie gehört zur "High Society" ihrer Schule, liebt Klamotten, Make Up und Partys. Am Abend des "Cupid Day" ist ihr erstes Mal mit ihrem Freund Rob geplant. Auf der Party jedoch, auf die sie zunächst gehen, betrinkt sich Rob und Sam fährt mit ihren Freundinnen Lindsey, Elody und Ally nach Hause. Das Auto kommt von der Straße ab und Sam stirbt. Von nun an durchlebt sie den Tag immer und immer wieder. Anfangs hält sie alles für einen Traum, dann wird ihr nach und nach bewusst, wie eng alles miteinander verbunden ist. Ändert sie nur eine Kleinigkeit an ihrem Tagesablauf, kommen andere Dinge ins Rollen. Zunächst denkt Sam, es ginge darum, ihr Leben zu retten. Doch schließlich begreift sie, was ihre wirkliche Aufgabe ist.

Jeder Tag, den Sam noch einmal durchlebt, ist in ein Kapitel gefasst. Sie macht eine wahnsinnige Entwicklung durch, wird von der arroganten und ignoranten Zicke (im Buch wird sie oft als bitch bezeichnet, und das trifft es wohl auch ziemlich genau) zu einer einfühlsamen jungen Frau. Sie deckt Geheimnisse auf und blickt in tiefe Abgründe. Sie erkennt, worauf es im Leben wirklich ankommt und findet sogar ihre große Liebe.

Am ersten Tag wiederholt sich der Unfall, an den anderen Tagen beginnt der Sprung zurück zum Morgen desselben Tages, sobald Sam einschläft. Es gab manche Stellen, Handlungen oder Gedanken, die ich nicht so recht nachvollziehen konnte. Zum Beispiel diese Mädchen-Clique. Häufig ist die Rede davon, dass sie einander garnicht wirklich kennen würden, aber dass es normal unter Freundinnen sei, sich gelegentlich eine heile Welt vorzugaukeln. Oder warum ihr Sandkastenfreund Kent Sam anhimmelt, obwohl sie sich ihm gegenüber nicht sehr nett verhält und auch sonst sehr unsympatisch ist. Aber so etwas soll ja vorkommen. Auch Sams Verhalten selbst fand ich oft seltsam, aber gut möglich dass ich mich als Teenager in ihrer Situation genauso verhalten hätte.

Sehr gut hat mir hingegen gefallen, wie Oliver hervorhebt, wie sehr sich die Dinge verändern, wenn man so oder so handelt. Jeder Tag verläuft anders und was Sam auch tut, immer scheint etwas anderes aus der Bahn zu laufen. Wenn ich selbst mal darüber nachdenke, was das Leben alles für einen bereit halten kann, wenn man einmal anstatt links nach rechts abbiegt, wird mir ganz anders. Das Ende des Romans hat mich überrascht. Ich hatte es nicht erwartet und war froh über diesen Ausgang, ich persönlich hätte es aber ein wenig anders gestaltet. Es war doch alles ein klein wenig unglaubwürdig, wenn man das Wort in dem Zusammenhang überhaupt verwenden kann. 

Insgesamt halte ich das Buch für ein gutes Jugendbuch für Mädchen, weil es verdeutlicht, worauf es im Leben wirklich ankommt, was Mobbing für Folgen haben kann und wie wertvoll die alltäglichen Dinge des Lebens sein können. Zwischendrin gab es immer wieder ein paar Stellen, die sich für mein Empfinden ein wenig in die Länge gezogen haben. Oft habe ich vorausgeblättert um zu schauen, wann der Tag endlich vorbei ist. Ob das an der englischen Sprache oder an dem Buch selbst lag, weiß ich allerdings nicht. Ich vergebe 3 von 5 Wolken.

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