Donnerstag, 23. Mai 2013

"Wir Alpha-Mädchen" von M. Haaf, S. Klingner u. B. Streidl

"Alle jungen Frauen wollen heute das Gleiche, nämlich: genauso viel verdienen wie Männer, die gleichen Aufstiegschancen, einen gleich großen Anteil an der Macht in unserem Land und nicht vor der Entscheidung "Kind oder Karriere" gestellt werden. Wir wollen uns in keiner Lebenssituation mehr einreden lassen: "Das gehört sich nicht für eine Frau" oder "Mädchen können das nicht". All das sollte eigentlich selbstverständlich sein, und doch ist es das nicht."



"Wir Alpha-Mädchen" von M. Haaf, S. Klingner u. B. Streidl

Verlag: blanvalet (2009)
Format: TB, 247 Seiten
ISBN: 978-3-442-37313-0
Preis: 7,95 € [D] 

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Inhalt


Trotz aller Beteuerungen sind Fraun auch in der heutigen Zeit noch immer benachteiligt. Das Autorentrio zeigt mit "Wir Alpha-Mädchen" auf, in welchen Bereichen und was wir dagegen tun können.


Meine Meinung


Der Untertitel des Buches lautet "Warum Feminismus das Leben schöner macht" und das ist auch der Schwerpunkt des Buches. Es beschreibt nicht nur den Ist- und den Wunschzustand sondern geht auch darauf ein, warum wir alle - inklusive der Männer - etwas von einer feministischen Welt hätten.

Das Buch ist in die großen Kapitel "Identität", "Sex", "Medien", "Demografiedebatte" und "Macht" unterteilt, in denen sich jeweils kurze prägnante Unterkapitel finden. Diese erschienen mir nicht immer sinnvoll, die Abschnitte willkürlich, im Großen und Ganzen lässt sich aber doch ein roter Faden erkennen. Es geht um alle Frauen des westlichen Kulturkreises, Hauptaugenmerk liegt jedoch auf Deutschland.

Viele der angebrachten Argumente waren mir schon bekannt, haben mich aber dennoch immer wieder den Kopf schütteln lassen. Insgesamt bot das Buch aber nicht viel Neues und lässt sich aus meiner Sicht eher als nette Zusammenfassung beschreiben. Zur Untermauerung ihrer Argumente lassen die Autorinnen immer wieder Studienergebnisse mit einfließen, schaffen es aber dennoch, das ganze nicht zäh wirken zu lassen.

Stark aufgefallen ist, dass sich die Autorinnen von Alice Schwarzer, der "Vorzeigefeministin", abgrenzen, sie teilweise sogar kritisieren. Auch wird, wie in vielen Texten dieser Art, allen Frauen unterstellt, es sei das höchste Ziel, Frau, Mutter und berufstätig zu sein. Es wird zwar ein, zwei mal erwähnt, dass es natürlich auch okay sei, wenn eine Frau sich dafür entscheide, ausschließlich Mutter zu sein, dennoch scheint durch, dass die Autorinnen nicht glauben, dass das auf einer freien Entscheidung beruhen könnte.

Insgesamt ein gutes Buch mit einem klaren Stadtpunkt und eindeutigen Aufforderungen an die Frauen von heute, die leicht umzusetzen sind. Ich vergebe 3 von 5 Wolken.

Kommentare:

  1. Hmm. Eigentlich finde ich es sehr schade, dass Muttersein heute so negativ behaftet ist. Ich habe keine Kinder, aber ich denke, dass es das schönste Glück ist ein Kind großzuziehen, und dass alle Karriere der Welt das nicht aufwiegen kann. Ganz freiwillig, beruhend auf meiner eigenen Entscheidung ;)
    Aber natürlich haben Frauen den selben Wert, wie Männer und sollten auch dementsprechend respektvoll behandelt werden. Unterdrückung und Diskriminierung sind weder bei Frauen noch bei anderen Lebewesen angebracht....

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  2. Danke für deinen Kommentar - ich bin ganz deiner Meinung =)

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Danke für deinen Kommentar! Schau doch bald wieder rein, dann habe ich geantwortet :)