Freitag, 12. Dezember 2014

"The Christmas Cookie Club" von Ann Pearlman

"I am the head cookie bitch and this is my party. The cookie club is always on the first Monday of December. Mark it on your calendar. Twelve of us gather with thirteen dozen cookies wrapped in packages. Homemade, of course. We each bring a dish to pass around and a bottle of wine. Sixteen years ago, when we first started, we'd drink the wine and then go dancing. Now we drink some and sit and talk at my house, or put an Al Green and dance."



"The Christmas Cookie Club" von Ann Pearlman

Verlag: Simon & Schuster (2010)
Format: TB, 270 Seiten
ISBN: 978-1-84739-839-0
Originaltitel: The Cookie Club (2009)

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Inhalt


Sie treffen sich jedes Jahr, am ersten Montag im Dezember. Zwölf Frauen mit dreizehn Päckchen selbstgemachter Plätzchen. Für jede der Freundinnen ist dieses Treffen eine wichtige Konstante in ihrem Leben. Etwas, woran sie sich festhalten können, wenn im Leben alles schief läuft. Und es lief so einiges schief, auch in diesem Jahr. Charlene hat ihren Sohn verloren, Marnie's älteste Tochter muss befürchten, niemals Kinder bekommen zu können, und der Freund ihrer jüngsten Tochter saß im Gefängnis. Taylor wurde mit ihren Kindern und einem Haufen Schulden sitzen gelassen. Bei ihren Freundinnen finden sie alle Halt und Sicherheit sowie den Mut, weiterzumachen.


Meine Meinung


Wie schon erwähnt liegt dieses Weihnachtsbuch jetzt schon an die zwei Jahre bei mir herum, doch ich bin froh, dass ich es jetzt endlich lesen durfte! Ein wundervoller Roman für die Vorweihnachtszeit, der uns wieder daran erinnert, worum es im Leben wirklich geht.

Die Geschichte ist aus Sicht der "head cookie bitch" Marnie geschrieben. Sie ist quasi die Vorsitzende des Clubs, bei ihr zu Hause findet das Treffen jedes Jahr statt. Durch sie erfährt man im Laufe des Romans von den Schicksalsschlägen, die jede der Freundinnen ertragen musste. Dabei handelt es sich aber nicht um simples Erzählen, denn das Bild, das der Leser von den Frauen erhält, setzt sich zusammen aus Marnie's Erinnerungen und den aktuellen Geschehnissen der Party. Pearlman hat die Biografien der einzelnen Frauen geschickt in den Handlungsverlauf des Abends eingewoben und so eine eindrückliche Mischung aus Gegenwart und Erinnerung komponiert.

Der Roman ist in handliche Kapitel unterteilt, für jede Freundin gibt es eines, das jedoch nicht ausschließlich auf sie beschränkt ist. Die Kapitel beginnen jeweils mit dem Rezept ihrer Plätzchen. Zwischen den Kapiteln finden sich kurze, zwei- bis dreiseitige Exkurse zu verschiedenen Backzutaten wie Mehl oder Datteln, in denen auf deren Herkunft und Verbreitung eingegangen wird, aber auch auf den persönliche Bezug zu Marnie bzw. ihren Freundinnen. Ich persönlich fand diese im Lesefluss eher störend, denn erstens wollte ich meistens lieber wissen, wie es weiter geht und zweitens kann ich mir geschichtliche, räumliche oder botanische Details eh nicht merken. Aber das ist natürlich Geschmackssache.

Die Freundinnen sind zwischen Mitte 30 und 70 Jahren alt, doch das Buch hat auch mir als Mittzwanzigerin sehr gut gefallen. Die beschriebenen Themen können nämlich Frauen in jedem Alter betreffen:  Es geht ums Geld, um den Job, ums Kinderkriegen, um Krankheit, Tod, und - vor allem - um die Liebe. Ist sie etwas, das für immer bestehen kann? Warum fällt es uns so schwer, sie anzunehmen? Zwischen all dem stecken außerdem viele philosophische Wahrheiten, die einen wieder daran glauben lassen, dass alles gut werden kann, wenn man nur will.

Der Roman basiert auf einer wahren Begebenheit, denn den Cookie Club gibt es wirklich, und die Autorin ist selbst Mitglied. Die Personen sind jedoch alle erfunden, nur einzelne Elemente wurden in den Roman übernommen. Pearlman sagt im Nachwort:

"As fas as I know, none of us had a secret extramarital affair for more than a decade, or has a friend making love with her father, or has a home in foreclosure. We've had babies, adopted babies, moved out of town, had much younger lovers, been cheated on, gotten married and divorced, struggled with financial issues, been single moms, recovered from our parents' death, from our own cancer."

Gerade dieses kleine Detail, also, dass es den Club wirklich gibt, macht die Geschichte für mich zu etwas Besonderem, und die Freundinnen haben meinen größten Respekt dafür, dass diese Tradition schon so lange überdauert. Zehn bis zwölf Freundinnen über Jahre hinweg zu halten stelle ich mir sehr, sehr schwer vor.

Ich fand den Roman wirklich wundervoll und habe jede Sekunde des Lesens genossen. Mittlere Schwierigkeiten bereiteten mir jedoch die vielen Namen. 12 Frauen, dazu meist noch Mann, Kind, Hund - das war zu viel für mein ohnehin namensgedächnisschwaches Gehirn (hach, was für tolle Wörter man im Deutschen doch komponieren kann ^^) Dennoch vergebe ich die vollen 5 von 5 Wolken - es ist schließlich Weihnachten ;)

1 Kommentar:

  1. Hallo,

    das klingt nach einem ganz wunderbaren Buch. Ich habe es direkt auf meine Wunschliste getan.
    Ich wünsche dir noch eine schöne Weihnachtszeit.
    Vielleicht magst du ja an meinem Christmas-Gewinnspiel teilnehmen, und eines von drei Büchern gewinnen. Ich würde mich freuen.

    Liebe Grüße
    Mary

    http://marylouloves.blogspot.de/

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Danke für deinen Kommentar! Schau doch bald wieder rein, dann habe ich geantwortet :)