Samstag, 22. August 2015

"Tagebuch der Apokalypse 2" von J.L. Bourne

"23. Mai 0:57 Uhr
Am 21. fühlte ich mich langsam besser. Der Angriff der Banditen hatte mir wirklich zugesetzt. Ich stand auf, trank (im Zeitraum mehrerer Stunden) einige Liter Wasser und reckte mich ein bisschen. Dann erkundigte ich mich bei John, wie es an der Oberfläche aussah. Da er in dieser Hinsicht nicht sehr redselig war, folgte ich ihm in den Kontrollraum hinauf und überzeugte mich selbst. In der Nacht zuvor hatte er sich ins Dunkle hinausgeschlichen, von einer Kamera den Sack abgezogen und war zurückgekehrt. Es waren Untote in der Gegend, deswegen war er nicht scharf darauf, allein lange im Freien zu sein."



"Tagebuch der Apokalypse 2" von J.L. Bourne

Verlag: Heyne (2011)
Format: TB, 448 Seiten
ISBN: 978-3-453-52819-2
Preis: 8,99 € [D] 
Originaltitel: Day by Day Armageddon: Beyond Exile (2010)

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Inhalt


Nach einem Hubschrauberabsturz muss sich der Tagebuchschreiber alleine zurück zum Stützpunkt schlagen - ein Marsch der mehrere Tage dauert. Plötzlich bekommt er aber mysteriöse Unterstützung in Form von Drohnen und Abwürfen von Waffen und Verpflegung. Wird er es mit Hilfe der Unbekannten zurück zum Bunker schaffen? Und warum erhält er überhaupt diese seltsame Unterstützung?


Achtung!! Diese Rezension enthält Spoiler!!

Meine Meinung


Dieses Buch ist der zweite Teil der "Tagebuch der Apokalypse"-Trilogie und schließt unmittelbar an Teil 1 an. Es ist ebenfalls in Form eines Tagebuches verfasst und dokumentiert die Odyssee des Protagonisten durch das, was von den USA übrig geblieben ist, nachdem ein Virus den Großteil des menschlichen Lebens ausgelöscht hat.

Nachdem es bei einem Erkundungsflug Komplikationen gab, findet sich der Protagonist alleine in der verödeten Landschaft der ehemaligen USA wieder. Seine militärische Ausbildung kommt ihm zu Gute als er versucht, sich zum Stützpunkt zurück zu kämpfen. Doch dann erhält er mysteriöse Unterstützung, die eine Wendung in den Roman bringt und die Spannung steigert. Wie andere Leser wohl auch, wollte ich unbedingt wissen, was es mit dieser Hilfe auf sich hat und konnte nicht verstehen, warum diese Leute ihn nicht einfach einsammeln und zum Bunker fliegen. Das klärt sich jedoch am Ende bzw. im nächsten Band auf - und ich war sehr überrascht.

Da der Leser den Tagebuchschreiber auf seiner Reise begleitet, bleiben Beschreibungen anderer Schauplätze größtenteils außenvor. Dafür konzentriert sich der Roman stärker auf den Protagonisten und vor allem auf seine Gefühle und Ängste. "Special Effects" im Layout verleihen dem Buch das gewisse Etwas und geben dem Leser tatsächlich das Gefühl, den Protagonisten durch die Hölle zu begleiten.

Ein Schwerpunkt liegt wieder auf dem militärischen Gerät, das der Protagonist dank seiner Ausbildung zu nutzen weiß. Die unverhoffte Hilfe in Form von spektakulären Waffen, die ihn nach einigen Tagen erreicht, lässt die Herzen der Fans solcher Gerätschaften mit Sicherheit höher schlagen und steigert auch den Action-Faktor des Romans. Trotzdem bleiben glimpfliche Situationen nicht aus. 

Am Ende des Buches steht erneut ein großer Kampf um den Stützpunkt, gefolgt von einer weiteren sehr spannenden Wendung und einem gelungenen Ansporn zum Weiterlesen. Glücklichweise hatte ich den dritten Teil schon bei mir rumliegen und konnte direkt weiterlesen, denn endlich scheint sich das Rätsel um das Virus gelöst zu haben...

Ich vergebe 4 von 5 Wolken für diesen zweiten Band. Die Rezension zu Teil 1 findet ihr hier.

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